Die Magendrehung (Torsio ventriculi) beim Hund Risikofaktoren für die Entwicklung der MagendrehungLange Zeit hatte ich das Thema "Magendrehung" mit einem Schulterzucken und der Überzeugung abgetan:"Mein Hund nicht! fest überzeugt, seine freie Futterverfügung sei allein schon Prävention genug. Nun nahm die Magendrehung nicht nur weltweit, sondern auch in nächster Nähe beängstigend zu. Diese Tatsachen ließen mich nach den Anamnesen und den Ursachen forschen, mit der erschreckenden Erkenntnis, genau so leicht könne es auch unseren Hund treffen. Alter der HundeMit jedem Lebensjahr steigt das Risiko einer Magendrehung um 20%, bei Hunden über 7 Jahren ist es mehr als doppelt hoch wie zwischen dem 2-4 Lebensjahr. Genetische- oder Rasse bedingte EinflüsseEs gibt eine eindeutige Verbindung zwischen der Wahrscheinlichkeit des Auftretens der Magendrehung und den Rassen und dem Körperbau des Hundes. Die Magendrehung tritt häufiger bei großen Rassen mit tiefer und schmaler Brust auf, mit der Gewichtung auf: tiefe und schmale Brust. Nach einer Studie der School of Veterinary Medicine Purdue University besteht für die Dogge ein 41,4 höheres Risiko als für ein Mischling. Abweichend Ergebnisse nennt die Studie von E. Switzer und I. Nolte „Ist der Mischling wirklich der gesündere Hund? (Klinik für kleine Haustiere der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover) An dieser Stelle sei daran erinnerte, dass der Zucht der Rassehunde oft ein sehr kleiner Genpool zu Grunde lag oder liegt. Dies könnte einen Erklärung für die unterschiedliche Prävalenz in den USA und Deutschland sein. Verwandtschaft 1. GradesWeiterhin haben nach der Studie der Purdue University Hunde mit Verwandten 1. Grades, die eine Magendrehung hatten, ein um 63% erhöhtes Risiko, selber zu erkranken. Es mehren sich in den Zuchtverbänden der USA Stimmen, die einen generelle Ausschluss der betroffenen Hunden von der Zucht fordern, andere Hunde werden in jungen Jahren prophylaktisch (Gastropexie) operiert. GeschlechtEs erkranken deutlich mehr Rüden an Magendrehung als Hündinnen. Der Einfluss einer Kastration auf die Erkrankungshäufigkeit wird vermutet, ist aber statistisch noch nicht bewiesen. |