Tagebuch –1–

Juni
3
2007


Wiedererkennung oder «wer schmeisst denn da mit Lehm»

Puh, gestern war ein anstrengender Tag, nach Dresden hin und am gleichen Tag wieder zurück.
Zu Hause fand mein Herrchen eine wenig erfreuliche Mail aus Ottendorf-Okrilla vor: Er möge doch das Foto einer Dogge aus dieser Homepage entfernen. Nur mal so nebenbei erwähnt, das "Recht am Eigenen Bild", wie bei Menschen, gibt es für Hunde nicht.
Dann zeigt das Foto noch nicht einmal sein Doggenmädel. Könnt Ihr Euch vorstellen, dass ein Herrchen seinen eigenen Hund nicht wiedererkennt! Gibt es so etwas? Wie findet Ihr das? Und überhaupt.......

Juni
1
2007


Vertrauensbildung

Zum Glück zeigt sich das Wetter seit einer Woche launisch wie der April. Ich mag dieses Aprilwetter, nicht so warm und ab und zu mal eine kleine, erfrischende Dusche. Da amsele ich doch gleich auf und werde munterer.
Hinter mir liegen ein paar erlebnisreiche Tage bei einem großem Familienfest. Frauchen hat mein Verhalten dort sehr gelobt. Durch meine fast vornehme Zurückhaltung – doch, doch manchmal habe ich auch die Variante bereit –gewann ich das Vertrauen aller Gäste, egal ob Baby oder Greisinnen.

Ganz anders als die beiden Malinois einer Tierausbilderin, die am 30.5. bei Johannes B. Kerner zu Gast waren. Ihr Frauchen unterrichtet Postboten im korrekten Umgang mit Hunden und wurde vom hundeängstlichen Kerner zum Problem "Hund und Jogger" und zu diesem Postbotenunterricht befragt. Derweilen pöbelten die beiden Malinois ungehindert die Gäste an. Also, von Vertrauensbildung von Hunden und Vertrauensbildung zu Hunden habe ich in der Sendung nichts gesehen,  eher das Gegenteil........

Mai
20
2007


Augenblick: Wasser ist nass

Ein kleiner Vizsla–Welpe zeigte sich sehr wasserscheu bei seinem ersten Kontakt mit dem Nass. Das kleine Mädchen schauderte zurück.

Wasserkontakt

Mai
15
2007


Sommerliches Haarkleid

Die Schur ist glücklich überstanden! Ich habe sie wieder, meine Sommerfrisur, den Drei–Tage–Bart und das Drei-Tage-Fell und fühle mich pudelwohl dabei. In den 1 oder 2cm meines jetzigen Fellkleidchens kann sich keine Zecke oder Granne mehr verstecken. Über die Schönheit meines Sommerkleidchens gehen die Meinungen bei den Zweibeiner etwas auseinander. Die meisten bewundern es, ich sähe so jung aus und hätte ein tolle Figur. Ja, ja das kleine Pfündchen zu viel ist schon wieder vergessen. Ein kleiner Durchfall am Wochenende, ein wenig zusätzlicher Sport durch lange nächtliche Spaziergänge, ein Pfund Wolle weniger, schon ist die Waage im hellgrünen Bereich.
Nur Frauchen trauert meinem wuschligen Kleidchen nach. Dabei hatten sie meine Locken fast zur Verzweiflung getrieben. Locken fragt ihr? Ja, ich habe im letzten Jahr viele Locken und Wellen bekommen, genau solche, wie Frauen sich beim Friseur stylen lassen.
Von den Vierbeiner habe ich dieses Jahr noch keine Rückmeldung auf mein Sommerkleid. Letztes Jahre trauten meine guten Kumpelinen Cora und Itischi ihren Augen nicht und schnüffelten mich ab. Aber unsere Rentner–Gang gibt es ja nun nicht mehr, seit dem die beiden Mädels ihre Wiese nicht mehr am Neckar, sondern hinter dem Regenbogen haben. Dabei waren sie nicht älter......

Mai
9
2007


Bin ich zu dick? Mal ehrlich, Mädels ....

Mein Tierarzt war nach dem Abtasten mit meiner Figur zufrieden, trotzdem stellte Herrchen mich mal wieder auf die Waage. Als er später Frauchen von dem Ergebnis erzählte, kippte sie glatt aus den Latschen. Sie ermahnte uns beide mit ernsten Worten doch mehr auf das Gewicht zu achten. So häßlich Worte wie "weniger Leckerlis" fielen. Damit hat sie bestimmt aber nur Herrchens Konsum gemeint, oder?  Dann analysierte Frauchen meine Gewichtszunahme: ich würde nicht mehr futtern als früher, sondern mich nur weniger bewegen.
Und das stimmt. Unsere Spaziergänge sind zeitlich nur unwesentlich kürzer geworden. Aber die Meter, die ich dabei unter die Pfoten nehmen, die haben sich reduziert. Früher habe ich durch das Hin– und Herlaufen über die Wiese ein vielfaches Strecke meiner Leute zurückgelegt. Heute setzt ich ihre Fußspuren so etwa 1:1 um. Wenn es sehr warm ist, so wie im April, als das Thermometer in der Sonne schon über die 30 Grad kletterte, finde ich Pausen mit Spazieren–Gucken echt cool.

Wie ich auf den Namen Hundefarben für die HP gekommen bin?

07.05.07 Sind Farben nicht was besonders Schönes? Können sie nicht unendlich viel ausdrücken und uns in Stimmungen versetzen? Spiegeln sie nicht alle Facetten des Lebens, auch die Facetten aller Hunde?

Max als Welpe Na, und meine eigenen Farben erst! Wegen meiner hübschen weißen Schwanzspitze, die an einer Malerpinsel erinnert, hat man mir zuerst den Namen Chagall gegeben. Das erste halbe Jahr trug ich ein schwarz–weißes Fell, so wie es auch in meinen Papieren steht. Seit dem wechselt meine Fellfarbe in unregelmäßigen Abständen. Mal ist sie silberhell, dann wieder anthrazit. Die Fesseln meiner Hinterläufe waren zeitweise auch schon rotbraun. (Ein Erbe meiner Mutter, sie war eine Tricolor, ein seltenes Farbspiel bei den Bearded Collies) Jetzt habe ich Dir einen Teil meiner Hundefarben erklärt. Schau doch bitte mal wieder hier vorbei, dann erzähle ich Dir mehr von meinem Hundefarben und aus meinem Leben.